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pax christi

menschen machen frieden - mach mit.

Unser Name ist Programm: der Friede Christi. 

pax christi ist eine ökumenische Friedensbewegung in der katholischen Kirche. Sie verbindet Gebet und Aktion und arbeitet in der Tradition der Friedenslehre des II. Vatikanischen Konzils. 

Der pax christi Deutsche Sektion e.V. ist Mitglied des weltweiten Friedensnetzes Pax Christi International.

Entstanden ist die pax christi-Bewegung am Ende des II. Weltkrieges, als französische Christinnen und Christen ihren deutschen Schwestern und Brüdern zur Versöhnung die Hand reichten. 

» Alle Informationen zur Deutschen Sektion von pax christi

Abschied vom großen Bruder: Europäische Eigenständigkeit?

02. Mrz 2026 – 19:00 Uhr , Haus der Kath. Kirche, Königstr. 7, Stuttgart

Wege und Perspektiven - mit Wolfgang Richter, Oberst a.D., Abrüstungs- und Sicherheitsexperte.

Hier finden Sie den Flyer zur Veranstaltung mit Oberst a.D. Wolfgang Richter. Reichen Sie ihn gerne an Interessierte in Ihrem Umfeld weiter.

Diese Veranstaltung wird getragen von den Initiativen "Aufbruch zum Frieden" und "Mehr Diplomatie wagen", dem Katholischen Bildungswerk Stuttgart, dem Friedenspfarramt der Evangelischen Landeskirche in Württemberg und pax christi Rottenburg-Stuttgart.

Oberst a. D. Wolfgang Richter ist Experte für Rüstungskontrolle und langjähriges Mitglied der deutschen Vertretung bei der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) in Wien.

Wir laden ganz herzlich zu einem Vortrag mit Diskussion von Wolfgang Richter zu der Frage ein, wie eine eigenständige europäische Politik aussehen könnte. Dabei wird geht es darum, die derzeitige Debatte, die sich auf Verteidigung und nukleare Abschreckung verengt hat ins Politische zu weiten und zu prüfen, wie eine eigenständige Diplomatie aussehen kann und was sie zu leisten in der Lage ist. U.a. ist zu diskutieren inwieweit Europa selbst mit Moskau verhandeln könnte.  Dabei ist davon auszugehen, dass die Zukunft der europäischen Sicherheitsordnung nicht weiterhin nur den

USA und deren Verhandlungen mit Russland überlassen werden darf, da der US-Präsident keine Vision für langfristige Stabilität in Europa hat. Im europäischen Sicherheitsinteresse liegt stattdessen strategische Zurückhaltung im Verhältnis zu unseren Nachbarn, die auch durch Rüstungskontrolle unterstützt werden könnte.

Wolfgang Richter war während seiner Tätigkeit in der Bundeswehr u.a. im Amt für Studien und Übungen der Bundeswehr und als Stabschef der Luftlandebrigade 26 in Saarlouis und nach der deutschen Einheit Kommandeur der Panzergrenadierbataillons 371 in Marienberg/Erzgebirge (vormals MotSchützenregiment 7 der NVA) tätig. Außerdem arbeitete er in der Planungsabteilung des Verteidigungsministeriums, im NATO-Hauptquartier SHAPE in Belgien sowie beim Zentrum für Verifikationsaufgaben der Bundeswehr in Geilenkirchen.

Er war Leitender Militärberater in den deutschen Vertretungen bei den Vereinten Nationen in Genf und New York und bei der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) in Wien, war Mitglied der Stiftung Wissenschaft und Politik, Berlin, die die Bundesregierung berät, und arbeitet jetzt als Associate Fellow beim Genfer Zentrum für Sicherheitspolitik (GCSP). Seine jüngsten Veröffentlichungen befassten sich mit dem Niedergang der Rüstungskontrolle in den Jahren ab 2000, der Vorgeschichte und den Gründen des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine und den Hintergründen und Folgen der Stationierung von US-Mittelstreckenraketen in Deutschland.

Er hat u.a. zu folgenden Themen veröffentlicht:

Neutronenwaffe – Perversion des Denkens? Zur Kontroverse um atomare Gefechtsfeldwaffen in Europa und ihre Bedeutung für die NATO-Strategie, München 1982, (Reihe „Bernard & Graefe aktuell“, Band 31).

Kampfdrohnen versus Völkerrecht? Zum »Drohnenkrieg« in Afghanistan und Pakistan, in: Humanitäres Völkerrecht – Informationsschriften/Journal of International Law of Peace and Armed Conflict, 2011, S. 105–112.

Zur Rolle der OSZE für die Sicherheitskooperation in Europa, in: Zeitschrift für Außen- und Sicherheitspolitik (ZFAS), Nr. 4, 2012, S. 645–661.

Reviving Conventional Arms Control in Europe. A Contribution to Military Stability in Times of Crisis, in: OSZE-Jahrbuch, Nr. 22, 2016, S. 51–61.

The Implications of the state of Conventional Arms Control für European Security, in: Deep Cuts Working Paper, Nr. 12, 2018, S. 2–26 (online: https://deepcuts.org/images/PDF/DeepCuts_WP12_Richter.pdf).

Erneuerung der konventionellen Rüstungskontrolle in Europa. Vom Gleichgewicht der Blöcke zur regionalen Stabilität in der Krise, Berlin 2019 (= SWP-Studie, Nr. 17) (online: https://www.swp-berlin.org/publikation/erneuerung-der-konventionellen-ruestungskontrolle-in-europa).

Erweiterte nukleare Abschreckung und Teilhabe. Gemeinsam überwinden, nicht einsam aussteigen, in: Ethik und Militär, Nr. 1, 2020, S. 44–55 (online: https://www.ethikundmilitaer.de/fileadmin/ethik_und_militaer/Ethik-und-Militaer-2020-1.pdf).

Implementing the INF Treaty. The Elimination and Verification Process, in: Phillipp Gassert/Tim Geiger/Hermann Wentker (Hrsg.): The INF Treaty: A Reappraisal, Göttingen 2021, S. 277–314 (online: https://library.oapen.org/bitstream/handle/20.500.12657/48658/external_content.pdf?sequence=1).

Ukraine im Nato-Russland-Spannungsfeld. Sicherheitsvereinbarungen und Rüstungskontrolle müssen wiederbelebt werden, in: SWP-Aktuell, Nr. 11, 2022 (online: https://www.swp-berlin.org/publications/products/aktuell/2022A11_ukraine_russland_nato.pdf). Auch abgedruckt in: Blätter für deutsche und internationale Politik 3/2022, 53-60.

Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine Vorbereitung – Kriegsverlauf – Ressourcen – Risiken – Folgerungen, In der Publikation der Friedrich-Ebert-Stiftung, Büro Wien vom Dez. 2023 (online: https://library.fes.de/pdf-files/bueros/wien/20886.pdf)

Stationierung von U.S. Mittelstreckenraketen in Deutschland, Konzeptioneller Hintergrund und Folgen für die europäische Sicherheit, in: Johannes Varwick (Hrsg.): Die Debatte um US-Mittelstreckenraketen in Deutschland. Sicherheitspolitische Weichenstellungen der Jahre 2024/2025, Opladen usw., 2025, S.15-40. (Erweiterte Fassung der Erstveröffentlichung bei Friedrich-Ebert-Stiftung, Regionalbüro Wien, 2024, 15 S.)

 

Zeiten

  • 02. Mrz 2026 – 19:00 Uhr

Adresse

  • Haus der Kath. Kirche, Königstr. 7, Stuttgart